Menschen und Geschichten aus dem Kreis Cloppenburg
00:00:04: Der Podcast für den Landkreis Kloppenburg.
00:00:11: Moin und willkommen zu.
00:00:12: Wir ist hier, wie immer alle vierzehn Tage Freitags aus dem Kreishaus an der Ehrstrasse in Kloptenburg.
00:00:18: heute geht es bei uns um ein Thema das viele Familien bewegt und oft erst dann sichtbar wird wenn es richtig schwierig wird Trennung und Scheidung.
00:00:27: Was passiert, wenn Eltern auseinandergehen aber trotzdem gemeinsam Verantwortung für ihre Kinder tragen müssen?
00:00:34: Und wie unterstützt das Jugendamt dabei damit Konflikte nicht eskalieren und Kinder nicht zwischen die Fronten geraten.
00:00:41: Genau darüber sprechen wir heute mit zwei Fachfrauen, die jeden Tag mitten in diesen sensiblen Situation noch arbeiten.
00:00:48: Nämlich Sandra Steinkinnen und Luisa Schneiders aus dem Jugendamt des Landkreises Kloppenburg.
00:00:53: Sie erklären wie Beratung hilft Lösungen zu finden bevor Gerichte entscheiden müssen Und warum es auch so wichtig ist das Eltern auch in Krisenzeiten immer noch sich bewusst sind dass sie gemeinsam Eltern bleiben wollen.
00:01:06: Landrad-Johan Wimberg ist ebenfalls dabei, mit ihm schauen wir darauf welche Bedeutung diese Beratung für die gesamten Landkreise hat und warum sie ein ganz zentraler Baustein im Schutz und in der Unterstützung von Kindern
00:01:17: und Familien
00:01:17: ist.
00:01:18: Ich bin Lars Kors, freue mich dass Sie dabei sind.
00:01:27: Versteht ihr das eine Trennung oder Scheidung?
00:01:30: Tief greifende Veränderungen mit sich bringen!
00:01:33: Das ist ja nur ne klare Sache, das können wir uns alle vorstellen.
00:01:35: viele, die uns jetzt hören werden auch ganz eigene Erfahrungen hier gemacht haben.
00:01:39: doch welche Rolle spielt dabei ihre Beratungen?
00:01:43: Wir können vermitteln, können Eltern Gespräche führen und schauen.
00:01:47: Wenn es Fragen gibt zum Thema Sorgerecht oder auch zum Thema Umgang wenn's der Klärungsbedarf gibt ist das häufig sinnvoll eine dritte außenstehende Person dabei zu haben die eben auch einen pädagogischen Blick noch mal reinbringen kann weil es häufig für Eltern schwierig ist abzuwägen inwiefern die Paar-Ebene von der Elternebene getrennt werden sollte.
00:02:08: Wobei wir ganz klar sagen müssen, es geht hier nicht darum dass jetzt der Landkreis Kloppenburg so eine Art Paarberatung oder Paartherapie anbietet und Sie und Frau Schnieders kommen dann zu einem Urteil darüber ob das Paar noch ne Chance hat gemeinsam einen Weg zu finden und zu gehen oder er doch getrennte Wege lieber geht.
00:02:27: Das machen sie nicht!
00:02:30: Das machen wir nicht, bei uns stehen die Kinder im Fokus.
00:02:32: Wir klären wirklich darüber auf wie wichtig das in dieser ja doch schwierigen Phase ist für alle Familienmitglieder?
00:02:39: Wie wichtig da ist dass die Eltern die Bedürfnisse der Kinder nicht aus dem Blick geraten weil die Kinder trennen sich nun mal nicht von ihren Eltern müssen aber damit zurechtkommen dass ihre Eltern sich trennen und wir versuchen die Eltern dafür zu sensibilisieren.
00:02:55: was ist für die Kinder das Beste?
00:02:57: und so eigene Streitigkeiten, die es vielleicht noch auf der Paar-Ebene gibt tatsächlich nach hinten zu schieben?
00:03:03: Und die Eltern eben in den Blick zu nehmen.
00:03:06: Wann kommen Sie denn eigentlich ins Spiel, Frau Schieders?
00:03:09: Also wenn zum Beispiel eine Scheidung eingereicht wurde beim Amtsgericht erfahren sie das dann übers Amtsgerecht?
00:03:16: Genau!
00:03:16: Es ist gesetzlich festgelegt dass das Amts Gericht uns informiert, sobald Eltern sich scheiden lassen.
00:03:24: Vorhanden sind wir bekommen einen Anschreiben vom Amtsgericht, wo die Daten drin stehen.
00:03:29: Name und Adresse und eben von den Kindern auch die Geburtsdaten.
00:03:33: Und wenn wir die Familie noch nicht bei uns im System erfasst haben, weil man kann sich auch melden bevor die Scheidung eingereicht ist.
00:03:40: Wenn Eltern sich aber Noch nicht bis zur Scheidungen bei uns gemeldet haben bekommt sie ein Anschreiben von uns Ein standardisiertes Beratungsangebot indem wir eben aufklären, mitteilen das im Beigesprächsbedarf.
00:03:53: Die Eltern sich gern bei uns melden können.
00:03:55: Erklären Sie auch was der Gesprächs- bedarf sein kann?
00:03:58: Genau es geht eben darum die Eltern dafür zu sensibilisieren.
00:04:02: dass ist eine schwierige Situation sowohl für die Eltern als auch für die Kinder und dass wir da beraten und unterstützen tätig sein können wenn's um Umgang oder um sorgerecht geht.
00:04:12: Welche Rolle spielt denn dabei
00:04:14: die
00:04:15: zum derzeitigen Zeitpunkt aktuelle Lebenssituationen der Kinder?
00:04:19: Besuchen Sie denn zu Hause oder treffen sie sich hier im Kreishaus?
00:04:24: Also tatsächlich ist es so, dass wir häufig sagen an erster Stelle steht das Elterngespräch und dann vor allen Dingen auch das gemeinsame Gespräch.
00:04:32: Weil wir häufig merken naja okay wenn wir mit jedem Elternteil einzeln sprechen, dass jeder hat seine Sicht auf die Dinge und auf den Konflikt.
00:04:43: im Sinne des Wohls der Kinder können wir tatsächlich im Elterngespräch.
00:04:47: Und wenn wir dann aber Elterngespreche haben, wo die Eltern nicht bereit sind aufeinander zuzugehen, Kompromisse zu schließen und wir auch in dem Gespräch nicht klar haben was ist jetzt gut für die Kinder?
00:04:59: Dann ist es häufig so dass wir auch nach Hause fahren und ein Hausbesuch machen um dann mit den Kindern zu sprechen.
00:05:06: Und dann ist es tatsächlich so das ich mit den Eltern aber auch vorher abspreche dass ich zum Elternteil, bei dem die Kinder gerade sind auch nur Hallo und Schuesslage.
00:05:14: Damit das andere Elterenteil eben nicht das Gefühl hat, dass der andere bevorzugt behandelt wird.
00:05:19: Und die Eltern bekommen dann gleichzeitig per E-Mail eine Rückmeldung von mir was sich für einen Eindruck zum Kind hatte und welche Empfehlungen ich aussprechen würde.
00:05:29: Das funktioniert tatsächlich relativ gut.
00:05:31: wenn Eltern sich vorher nicht im Gespräch einigen konnten sie aber hören Unser Kind oder unsere Kinder wünschen sich das und dann können sie es auch häufig besser annehmen.
00:05:53: Ist es eigentlich so, dass Sie manchmal auch mit dem Klischee zu kämpfen haben?
00:05:58: Dass viele Bürgerinnen und Bürger vielleicht vor Urteile oder Ängste haben wenn sich plötzlich das Jugendamt meldet?
00:06:05: Soviel wie.
00:06:05: was wollen die denn jetzt
00:06:06: noch?!
00:06:07: Wir stellen tatsächlich immer zur Beginn der Beratung einmal klar, dass wir unparteiisch sind.
00:06:13: Frau Schnieders und ich sind in unserer Abteilung nicht in der Position das wir den Eltern gegenüberweisungsbefugt sind.
00:06:18: Wir sprechen Empfehlungen aus.
00:06:20: Wir sind ja von der Ausbildung.
00:06:21: Pädagoginnen können dann sagen was pädagogisch sinnvoll ist?
00:06:25: Wir können sagen was die rechtlichen Rahmenbedingungen sind wenn man wenn die Eltern sich zum Beispiel nicht einigen wie möglicherweise unsere Familiengericht hier in Klappenburg entscheiden würde Aber das gibt es sehr häufig, dass Eltern erst mal nicht so begeistert sind.
00:06:39: Ein Brief von uns eintrifft!
00:06:41: Wenn es denn zu diesem Gespräch kommt, Frau Schneiders ... Wie häufig haben Sie schon Situationen erlebt?
00:06:47: Wo Sie selber plötzlich in der Position waren, wo Sie sich sagten oder den Eltern auch sagten, pass mal auf, wir müssen uns jetzt ein bisschen wieder darauf fokussieren was hier eigentlich Taco ist.
00:06:56: Ich ... Sie haben's sehr schön beschrieben, Frau Stehenkind übernehme Nichtpartei für irgendein von euch beiden sondern wir können nur das und das aufzeigen.
00:07:06: Das kommt tatsächlich schon sehr häufig vor den Elterngesprächen, dass Eltern anfangen sich gegenseitig Vorwürfe zu machen... Erzahlt
00:07:13: nicht richtig!
00:07:14: Du hast doch damals, er zahlt nicht wirklich.
00:07:16: auch das ist etwas was häufig zum Thema bei uns wird wo wir eben auch immer intervenieren müssen um zu sagen darum geht es hier gerade nichts sondern wir wollen eine Regelung treffen.
00:07:27: Das kommt tatsächlich schon sehr häufig vor, dass Eltern in ihrem Konflikt sind und wir immer wieder intervenieren müssen.
00:07:33: Immer wieder den Fokus auf die Kinder lenken müssen ... immer wieder sagen müssen, es geht gerade nicht darum was in der Vergangenheit nicht gut gewesen ist sondern wir wollen schauen wie kann's in der Zukunft besser werden.
00:07:43: Wir grenzen uns da ganz klar ab.
00:07:45: also manchmal lasse ich mich noch dazu verleiten und dann denke ich okay wir können es vielleicht in drei vier fünf Sätzen klären.
00:07:51: miteinander habe aber auch tatsächlich gemerkt dass fast können wir bei uns in der Beratung nicht aufmachen.
00:07:57: da verweisen wir an unsere Kollegen und Kolleginnen aus den Beistandschaften die das ja tatsächlich berechnen und da auch die Eltern viel besser beraten können.
00:08:05: finanziell.
00:08:06: Wir gehen immer davon aus, dass die Eltern verheiratet sind.
00:08:10: Es gibt natürlich auch Paare, die sich trennen und nicht verheiralte sind, aber denen gemeinsam Kinder haben.
00:08:16: Beraten Sie dort?
00:08:17: Selbstverständlich!
00:08:18: Genau das ist eine Tendenz, die erkennbar ist.
00:08:21: Die Anzahl der Scheidungen geht tatsächlich zurück, die Anzahl von Trennungen aber nicht unbedingt.
00:08:25: Also wir haben sehr viele Eltern, die eben nicht verHeiratete sind oder waren und sich trotzdem trennen.
00:08:32: Das ist tatsächlich etwas was aus unserer Sicht ... nicht entscheidend ist, ob die Eltern verheiratet waren oder nicht.
00:08:38: Sind eigentlich gemeinsame Gespräche mit beiden Elternteilen zielführender als wenn man diese nur mit einem Elternteil führt?
00:08:46: Auf jeden Fall!
00:08:46: Wir versuchen eben immer, wenn sich Elterenteile bei uns melden darauf hinzuwerken dass gemeinsame Elterngespräche stattfinden sollten, wir sagen eben auch sie sind die Eltern und Sie müssen miteinander Absprachen treffen.
00:08:59: Stichwort Beratung.
00:09:01: Wir können Eltern Beratungen anbieten aber letztendlich aushandeln wenn es zum Beispiel um Umgang geht.
00:09:06: wann sind die Kinder wo?
00:09:07: das ist etwas was die Eltern miteinander besprechen müssen Und was nicht sinnvoll ist, wenn ein Elternteil mit uns spricht.
00:09:13: Wir sprechen mit dem anderen Elternteil.
00:09:15: Wir spielen die Stille
00:09:16: posten.".
00:09:16: Es ist aber ja so bei einer Schiedsfrau oder einem Schiedsmann, der in Nachbarschaftskonflikte eingebunden wird und der auch nicht parteiisch ist ... Wenn ein Kompromiss gefunden wurde und es gibt einen Protokoll, das wird unterschrieben, dann ist dieses Rechts verbindlich – was vielen auch nicht bewusst ist!
00:09:36: Das ist keine Absichtserklärung, sondern das gilt.
00:09:40: Wenn ihr jetzt euch verständigt mit den Eltern, auf Besuchszeiten zum Beispiel.
00:09:45: Ist das vernässlich?
00:09:47: Also manchen Eltern hilft es wenn wir's tatsächlich schriftlich fixieren aber es hat bei uns tatsächlich selbst wenn die Eltern ist unterschreiben nur ein Symbol Charakter Es hat keinen rechtlichen Charakter.
00:09:57: Also wirklich rechtsverbindlich etwas festlegen bezüglich Umgang oder sorgerecht, das kann nur das Familiengericht.
00:10:04: aber manchen Eltern hilft ist weil sie häufig auch in einer hoch emotionalen Situation sind wenn Sie bei uns im Gespräch sind und dann manche Dinge vielleicht anders wahrnehmen, anders auffassen.
00:10:15: und deswegen ist es häufig hilfreich wenn es nochmal schwarz auf weiß geschrieben steht was die Eltern vereinbart haben.
00:10:22: Falle eines Konfliktes oder einer Diskussion können beide Elternteile dann dieses Schriftstück herausholen und sich nun mal darauf besinnen, dass sie sich darauf geeinigt haben.
00:10:32: Aber es ist halt nicht rechtsverbindlich.
00:10:34: also wenn einer sagt ich möchte mich nicht daran halten, dann ist das leider auch
00:10:38: so.".
00:10:50: Ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht bei einem Treffen bleibt.
00:10:54: Es kommt ein bisschen drauf an was eben auch die Vorstellungen von den Eltern sind für das Gespräch Wenn es darum geht in Umgang zum Beispiel zu regeln oder eben auch einige sorggerechtliche Fragen zu klären, als Beispiel die Frage welche weiter für eine Schule soll unser Kind besuchen.
00:11:10: Das ist schon etwas was wir im Rahmen von einem Beratungstermin in der Regel besprechen können.
00:11:15: wenn wir aber tatsächlich merken dass der beratungsbedarf der Eltern unsere Kapazitäten übersteigt dann verweisen wir eben auch an die Familienberatungsstellige in Kloppenburg weil da die zeitlichen Kapaziten mehr gegeben sind als bei uns
00:11:29: Denn sie haben ja doch relativ viele Fälle.
00:11:31: Wir sind beides Vollzeitkräfte und jede von uns hat ungefähr fünfhundert Fälle, also Familien die wir betreuen.
00:11:37: Aber es sind auch nicht alle Fälle gleich intensiv.
00:11:40: Also es gibt Fälle die erhalten einen Beratungsangebot von uns Und bekommen ist wahrscheinlich einfach auch gut ohne das Jugendamt geregelt und melden sich dann nicht.
00:11:49: und da gibt es aber Familien Haltberatung brauchen sich auf das Angebot melden oder eigenständig sich melden bei uns.
00:11:57: Oder auch die familiengerichtlichen Verfahren, also es ist auch nicht selten dass wir Posts vom Gericht bekommen weil ein Elternteil einen Antrag gestellt hat auf eine Sorgerechtsregelungen oder auf eine Umgangsregelung und die Eltern sind noch gar nicht bei uns bekannt.
00:12:10: Also da gibt es tatsächlich auch, dass die Eltern direkt zu Gericht gehen.
00:12:15: Was passiert denn eigentlich wenn trotz Beratung Keine Fortschritte erzielt werden und ein Elternteil schließlich eine Regelung vor dem Familiengericht einfach so beantragt, wie gerade schon beschrieben.
00:12:26: Ist es frustrierend für Sie?
00:12:29: Sowohl als auch in manchen Familien begrüß ich es wenn tatsächlich das familiengerichtliche Verfahren angestrebt wird.
00:12:35: bei manchen Familien ärgere ich mich auch weil ich denke es bräuchte diesen ganzen Apparat des gerichtlichen Verfahrens nicht.
00:12:43: aber es ist häufig halt einfach auch so dass wir dann auch an der Beratung manchmal an Grenzen stoßen Wenn die Eltern sich nicht einigen möchten und gar nicht bereit sind, so die Perspektive des anderen einzunehmen oder vor allem auch die Perspective des Kindes.
00:12:57: Dann ist es manchmal schon hilfreich wenn das Gericht dann tatsächlich eine Entscheidung trifft weil die dann eben rechtsverbindlich ist.
00:13:04: Welche Alternativen haben Eltern eigentlich?
00:13:06: Wenn sie das Jugendamt nicht direkt kontaktieren möchten und wir arbeiten Sie mit den Familienberatungen stehen zusammen.
00:13:13: Die Familienberatungsstelle berät auch viele Familien und es ist völlig legitim, wenn Eltern sagen ich habe gewisse Berührungsängste.
00:13:20: Ich möchte nicht unbedingt mich beim Jugendamt beraten zu lassen dann können sie sich an die Familienberation Stelle wenden.
00:13:26: und wenn dann zum Beispiel aber gewünscht ist dass da ein Austausch mit dem Jugendamt stattfindet und eine entsprechende Schweigepflichtsembindung erteilt wird Dann können wir auch gemeinsam miteinander sprechen.
00:13:35: Wenn jetzt die Kollegen merken das wäre doch noch mal sinnvoll irgendwie das Jugendamt einzubinden da sind wir schon in einem engen Austausch, sofern es die Eltern denn auch wünschen.
00:13:46: Gibt es eigentlich Informationsveranstaltungen?
00:13:48: Frau Schneeders, auch für Eltern ...
00:13:50: Es gibt zusätzlich noch das Angebot der TUSCH-Gruppe hier bei uns in Kloppenburg, die wird vom Kinderschutzbund angeboten, weil wir als Jugendamt den Kinderschurzbund damit beauftragt haben.
00:14:00: Das ist ein Gruppenangebot für Kinder, in dem Zusammenhang finden aber auch Eltern abends statt vor dem Beginn des ... Kurse ist nenn ich's mal, dann einmal zwischendrin und einmal am Ende.
00:14:12: Wo eben auch mit den Eltern noch mal darüber gesprochen wird wie die Wahrnehmung der Pädagogen, die dort arbeiten über die Kinder- und die Trennung und die Belastungen, die damit einhergeht sind.
00:14:23: Gibt es in Dort auch einen Gruppenangebot für Kinder?
00:14:25: Es ist ein Gruppenangebot für die Kinder aber es wird eben auch bei den Eltern gearbeitet im Rahmen von Elternabenden.
00:14:32: Welche Ziele werden dabei verfolgt?
00:14:34: In der Gruppe ist vornehmlich das Ziel, dass die Kinder merken wir sind nicht alleine.
00:14:39: Es gibt auch andere Eltern, die sich getrennt haben.
00:14:41: Die Kinder kommen in den Austausch.
00:14:43: Es geht darum, dass sie ihre eigenen Emotionen und Bedürfnisse vielleicht auch klarer benennen können.
00:14:49: Das geschaut wird was braucht das Kind?
00:14:52: Vielleicht noch was sind meine Gefühle aus Sicht des Kindes wenn ich an Was sind meine Gefühle, wenn ich an den anderen Teil denke?
00:15:01: Und was wünsche ich mir, das noch mal herauszuarbeiten.
00:15:04: Da wird besprochen wie Kinder mit dieser Situation umgehen können.
00:15:09: Wenn Menschen ihre Hilfenanspruch nehmen oder ihre Beratungsangebote ... Frau Stinkin, was ist Ihnen wichtig?
00:15:16: Was möchten Sie sofort auf den Weg geben?
00:15:19: Ich möchte den Eltern gerne mit auf den Weg geben, dass bei allen Problemen die es auf ein paar Ebene gibt und die auch berechtigt sind.
00:15:27: Dass sie dann aber wirklich hinten angestellt werden und wirklich der Fokus auf das Kind auf die Kinder gelenkt werden weil das ist einfach ganz wichtig und das ist ja auch unser Hauptschwerpunkt in unserer Beratung.
00:15:38: uns geht es darum, dass sich die Kinder gut entwickeln.
00:15:42: Kinder aus Trennungsfamilien haben genauso gute Entwicklungsbedingungen wie Kinder, die mit ihren Familien gemeinsam aufwachsen.
00:15:49: Es kommt halt auf das Verhalten der Eltern an.
00:15:51: Wenn die Eltern gut mit der Trennung und Scheidung umgehen und die Kinder nicht in einen Loyalitätskonflikt bringen dann können sich die Kinder ganz normal entwickeln wie alle anderen Kinder
00:16:02: auch.
00:16:02: Inwiefern ist es auch wichtig bei einer Trenne darauf zu verweisen?
00:16:06: Gerade wenn zum Beispiel ein Elternteil in einer neuen Familie vielleicht sich jetzt auch wiederfindet, dass die Kinder nach wie vor eine große Rolle spielen und nicht irgendwie so ... Die Kinder der alten Familie sind so.
00:16:20: Die man nicht mehr berücksichtigen muss?
00:16:23: Es gibt solche Fälle was da hilfreich ist mit den Eltern dann tatsächlich noch mal sich so Empathieübungen zu machen.
00:16:30: das mache ich dann tatsächlich manchmal in den Beratungsgesprächen Wie sich der andere Elterenteil denn zum Beispiel fehlen würde wenn wenn da ein neuer Partner ist, wenn da neue Kinder sind, Stiefgeschwister sind und den Vorrang eingeräumt werden.
00:16:43: Und das hilft häufig!
00:16:45: Ich habe früher in einem anderen Bereich hier im Jugendamt gearbeitet der auch viel mit Kindeswohlgefährdung und psychischen Erkrankungen im Jugendalter zu tun hatte.
00:16:53: und ich mache das den Eltern sehr deutlich welche Konsequenzen es hat, wenn ihre Streitigkeiten nach wie vor immer im Raum stehen und ihre Kinder involviert werden manipuliert werden, manchmal bewusst oder unbewusst.
00:17:09: Dass das wirklich im Zweifelsfall psychische Erkrankungen im Erwachsenen oder auch im Jugendalter zur Folge haben kann.
00:17:15: Das mache ich sehr deutlich um den Eltern einfach die Prisanz zu zeigen wie wichtig es ist jetzt gerade das Verhalten noch mal zu verändern.
00:17:34: Wenn der Erfolg dieser Gespräche geht so stelle ich mir vor Ist die Kompromissbereitschaft bei der Elternteilige doch enorm?
00:17:42: Ja Also ich sag Eltern, es geht hier keiner raus ohne auch Kompromisse machen zu müssen.
00:17:47: Genau und das sind eben auch die Momente wo wir teilweise auch in der Beratung an unsere Grenzen stoßen wenn wir tatsächlich mehr ein Elternteil oder beide Elterneile sind absolut nicht kompromissbereit.
00:18:00: aber auch da verweisen wir dann eben ans Familiengericht uns sagen okay wenn sie unbedingt ihren Willen durchsetzen wollen dann müssen Sie's gerichtlich klären lassen.
00:18:09: Dann sind wir im gerichtlichen Verfahren auch dabei, eine Stellungnahme abberichten.
00:18:13: Eben auch gegebenenfalls über das Elterngespräch was unser Eindruck der Eltern war.
00:18:18: und entweder Eltern schaffen ist dann in dem Kontext sich doch zu einigen und einen Kompromiss zu schließen und sonst hat eben das Gericht letztendlich... Ja, die letzte Entscheidung und entscheidet dann.
00:18:29: Kommt auch häufiger vor dass Eltern wenn dann ein Elterngespräch bei uns terminiert ist das dann tatsächlich der neue Partner, die neue Partnerin auch noch mal mitkommt und sich manche Elternteile auch wünschen dass derjenige-diejenige halt auch am Gespräch teilnimmt.
00:18:44: und grundsätzlich versuchen wir immer darauf hinzuwirken dass wir wirklich nur mit den Eltern bei uns im Büro sprechen weil da sind die Eltern die Sorge berechtigten Und wir machen auch deutlich gegenüber den Eltern, dass die anderen Familienmitgliedern oder halt neuen Partnerinnen gegenüber klare Grenzen ziehen müssen.
00:19:03: Zugunsten der Kinder.
00:19:05: Das gehört dazu?
00:19:06: Genau!
00:19:07: Was wünschen Sie sich denn eigentlich von Eltern, die zu Ihnen in die Beratung kommen damit der Prozess für alle Beteiligten vor allem für die Kinder gut gelingen kann?
00:19:15: Verschnie das.
00:19:17: Ich wünsche mir Eltern, sind die Perspektive des anderen Elternteils einzunehmen, dies schaffen aus der Vorwurfshaltung herauszukommen.
00:19:28: Dies auch schaffen dem anderen Elternteil mit Respekt zu begegnen weil das manchmal einfach schwierig ist und dies dann schaffen eine gute Lösung für die Kinder zu finden.
00:19:40: Versteht ihr in welche Botschaft möchten Sie den Eltern mitgeben?
00:19:43: Die gerade mitten in einer Trennung stecken und vielleicht noch unsicher sind ob sie die Unterstützung annehmen sollten?
00:19:52: Also ich würde sagen, dass sich die Eltern damit nichts verschenken wenn sie bei uns eine Beratung in Anspruch nehmen.
00:19:57: Und wenn es dann auch erst mal einer Einzelberatung ist und sind natürlich gemeinsame Elterngespräche lieber weil die einfach zielführender sind.
00:20:04: aber häufig machen wir einfach auch die Erfahrung das es Eltern stärkt mit uns zu sprechen, dass sie sich einfach nochmal so ein bisschen pädagogisches Know-how oder auch so einen bisschen direchtlichen Rahmenbedingungen noch einmal von uns erklären lassen sagen es die Eltern zumindest mit einem besseren Gefühl raus, als sie in das Gespräch hineingegangen
00:20:25: sind.
00:20:33: Herr Wimberg, welche Bedeutung hat denn die Trennungs- und Scheidungsbereitung aus Ihrer Sicht für den Landkreis Kloppenburg?
00:20:40: Ja, das ist ja schon ein ganz wichtiges Feld, weil es viele Menschen betrifft.
00:20:42: Wir haben gehört wie viel Fälle hier alleine in Rede stehen noch die beiden Mitarbeiterinnen Frau Stencken und Frau Schneiders zu bewältigen haben Und ich glaube Sie machen das mit Empathie und Zugewandheit ihren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern gegenüber, auch wenn man hier mal eine Patentlösung anbieten kann.
00:21:01: Sondern es geht ja um Hilfestellungen.
00:21:02: Es geht darum gute Lösungen für gemeinsame Kinder zu finden und hier eine Brücke vielleicht aufzubauen was in schwierigen Lebenssituationen von Trennung und Scheidung natürlich nicht immer einfach ist.
00:21:14: Und da sind ja auch ganz persönliche Betroffenheiten eines jeden einzelnen Beteiligten die dann sich natürlich in irgendeiner Weise durch diese persönliche Betroffenheit, vielleicht durch den einen oder anderen Vorschlag nicht richtig berücksichtigt oder angegangen fühlen.
00:21:30: Das immer hinzukriegen das ist schon eine große Kunst muss man sagen und wenn diejenigen dies betrifft zumindest wahrnehmen dass hier der gute Versuch gemacht wird also ein Lösungsangebot einen Vorschlag auf den Weg zu bringen.
00:21:44: ich glaube dann ist schon viel erreicht auch wenn man nicht in solchen schwierigen Situationen immer alles zum Gelingen bringen kann.
00:21:51: Ich glaube, das muss auch jeder verstehen und nachvollziehen
00:21:54: können.".
00:21:55: Wir haben ja gerade auch gehört – das wusste ich auch nicht – die Zahl der Scheidungen geht zurück was allerdings ja nicht bedeuten muss dass auch ohne Scheidung nicht auch Trennungen stattfinden und dass
00:22:05: die
00:22:05: Arbeit an sich und auch der rein zahlenmäßige Aufwand das haben wir hier gehört doch groß ist.
00:22:12: Das steht ja außer Zweifel, also dadurch untermauert sich schon die Bedeutung dessen was dieser Aufgabe die Trennungs- und Scheidungsberatung mit sich bringt.
00:22:21: Was wünschen Sie sich denn abschließend gefragt für die Zukunft dieses Angebotes?
00:22:26: Also sowohl für die Familien, die Unterstützung suchen als auch für die Mitarbeitenden, die täglich mit diesen sensiblen Situation arbeiten?
00:22:35: Ja, mehr Verständnis füreinander und auch die Wahrnehmung dessen was hier gewollt ist.
00:22:40: Nämlich einen guten Ansatz zu finden und nicht irgendwie bedrohlich zu wirken.
00:22:43: Da kommt nun das Jugendamt sag ich mal.
00:22:45: Wer vorhin schon gehört vom Bein, man weiß es ja immer.
00:22:48: Das Jugendamt sorgt sofort für ein aufgeregtes Gefühl.
00:22:52: und was passiert wohl nur mit uns?
00:22:54: Wird da jetzt etwas gegen uns unternommen?
00:22:56: Nein!
00:22:57: Das Gegenteil ist der Ansatz der Fall, die Absicht.
00:23:00: Und wenn das schon mehr bei denen, die es betrifft verinnerlicht wird.
00:23:05: Da ist nun niemand der da mit dem erhobenen Zeigefinger vor mir sitzt und schon gar nicht Anweisungen gibt dann wäre schon viel gewonnen.
00:23:13: aber ich kann auch ein Stück weit nachvollziehen dass in solchen wirklich schwierigen Lebenssituationen Dass sich bedrängt fühlen doch sehr groß ist und jede Angst hat auch von sich selbst oder von seiner persönlichen Situation Abstriche machen zu müssen.
00:23:28: Deshalb ist, glaube ich auch in so einer Situation bei den Beteiligten viel Emotionen im Spiel.
00:23:35: Und das wirkt nicht nur und in allen Fällen
00:23:37: positiv.".
00:23:38: Vielen Dank!
00:23:39: Damit genug für heute – wenn Sie mehr über die Trennungs- und Scheidungsberatung des Landkreises erfahren möchten, dann finden sie weiterführende Informationen auf der Homepage des Landkreises.
00:23:48: Der direkte Link steht aber auch an den Show Notes dieser Ausgabe von Wir Ist Hier.
00:23:54: Mein herzlicher Dank geht heute an meine Gesprächspartnerin an Sandra Stehnken und Luisa Schneiders aus dem Jugendamt des Landkreises Kloppenburg sowie in Landrad Johann Wimberg.
00:24:03: Danke für Ihre Offenheit, Ihre Einblicker und ihre wichtige Arbeit für die Familien hier im Landkreis!
00:24:09: Und ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Sie, die Sie zuhören – für Ihr Interesse, Ihre Zeit und dafür, dass sie unseren Podcast abonniert haben.
00:24:16: Wer das noch nicht getan haben sollte, sollte das jetzt durch einen Button-Druck nachholen.
00:24:21: Tut mich weh und kostet kein Cent.
00:24:23: In vierzehn Tagen melden wir uns mit einer neuen Ausgabe von.
00:24:26: Wir ist hier zurück, bis dahin und sollen eine gute Zeit
00:24:29: hören.
00:24:39: Das
00:24:39: war Wir ist Hier der Podcast für den Landkreis Kloppenburg Mit Landrat Johann Wimberg
00:24:46: und Lars
00:24:47: Kors.